Wie sah die Stadt Borken vor 400 Jahren aus? Im Sachunterricht stellten die Schüler und Schülerinnen der Klasse 4a Modelle der Stadt mit ihren Toren, Türmen, dem Wassergraben und den Brücken her.

Woher wissen wir heute, wie es damals aussah?

Der Maler Alerding aus Münster fertigte im Jahre 1621 eine Zeichnung des damaligen Stadtbildes an, so dass uns genügend Informationen über die Stadtbefestigung zur damaligen Zeit zur Verfügung stehen.

Wie sah es aber innerhalb der Stadtmauer aus? Welche Menschen lebten damals und welche Berufe übten sie aus?

Während eines Stadtrundganges führte Herr Koormann die Schülerinnen und Schüler zu verschiedenen Standorten innerhalb Borkens. Die damaligen Bewohner wurden dadurch lebendig, dass die Kinder mit Hilfe von „authentischen Kleidungsstücken und Gegenständen“

in die Rollen der Einwohner schlüpften, z.B.

 

Linus als Maler Alerding

Ben als Blaufärber

Marius als reicher Mann aus Holland

Emma als Müllerin

Julia als Nonne

Julius als Richter

Tabea als arme Frau

Raphael als Nachtwächter

Loreen als Magd

Nick und Timon als Bürgermeister

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Auf dem Fotos sind sie in ihren Kostümen zu sehen. Jede Person wurde von unserem Stadtführer, Herrn Koormann, mit kleinen Geschichten, Sagen und Anekdoten in die damalige Zeit eingebunden.

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Der Bürgermeister hatte ein braunes Gewand um und trug einen Hut. Er hatte eine Kette mit einem goldenen Schlüssel um. Der Schlüssel war für eine Truhe, in der besondere Sachen und das Geld aufbewahrt wurden. Jetzt war es aber so, dass er die Truhe nicht alleine öffnen konnte, da es zwei verschiedene Schlüssellöcher gab. Den zweiten Schlüssel hatte der zweite Bürgermeister. Das war auch gut so, denn sonst könnte der erste Bürgermeister die Urkunden aus der Truhe klauen. Damit sich die Truhe öffnete, mussten beide Bürgermeister die Schlüssel in das entsprechende Schlüsselloch stecken.

( Timon)

 

Borken brauchte auch einen Nachtwächter, sonst wären alle Schätze geklaut worden. Der Nachtwächter musste sich auch vor Dieben in acht nehmen und aufpassen, dass sie nichts klauen. Beim Aufpassen hatte er eine Laterne und ein Horn dabei. Immer, wenn die Glocke geläutet hat, blies er in das Horn und sang:

Hört, ihr Leute, oh lasst euch sagen, die Kirchenuhr hat 12 geschlagen.

Der Nachtwächter musste auf die Leute aufpassen, die in der Nacht eine Kerze angelassen hatten, denn dadurch konnte ein Großbrand entstehen, weil die Hauser damals aus Holz gebaut wurden.

( Leonard)